Umschulen zum/zur Podolog/in

Die Arbeit in der Fußpflege dient nicht nur dem ästhetischen Bewusstsein der Menschen. Gerade mit zunehmendem Alter können die Füße zum Zentrum ernster Erkrankungen werden, die eine Behandlung erforderlich machen. Die Umschulung zum Podologe bzw. zur Podologin bietet die Möglichkeit, in ein wachsendes Berufsfeld vorzudringen und im großen Bereich der Medizin tätig zu werden.

 

Welche Zukunftsaussichten habe ich als Podologe?

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Podologen in Deutschland deutlich gestiegen. Als Arbeitgeber kommen zum Beispiel podologische Praxen infrage. Alternativ sind Krankenhäuser oder Reha-Zentren geeignete Arbeitgeber, wo ebenfalls Podologen eingestellt werden. Gleiches gilt für dialektische Fußambulanzen oder Praxen für Physiotherapie, in denen jeweils Bedarf besteht.

Nicht unwesentlich für die weiteren Aussichten im Beruf ist die hierzulande alternde Gesellschaft. Da vermehrt alte Menschen die Leistungen von Fußpflegern in Anspruch nehmen, kann die Nachfrage auch in den kommenden Jahrzehnten als gesichert angesehen werden.

 

Werde ich als Podologe reich?

Wer als Podologe arbeiten möchte, kann je nach Bundesland mit einem Gehalt zwischen 1.500 und 2.100 Euro netto rechnen. Einen Einfluss auf dessen Höhe hat außerdem die berufliche Erfahrung. Hinzu kommt die Frage, welcher Arbeitgeber hinter dem Vertrag steht.
Wer den Beruf erlernt hat, kann sich außerdem auf dem Gebiet selbstständig machen. Auch dies kann eine deutliche Steigerung des Gehalts zur Folge haben.

 

Werde ich als Podologe glücklich?

Zunächst ist festzuhalten, dass selbst in Krankenhäusern von Podologen nur selten Schichtarbeit verlangt wird. Die Regel sind vielmehr klar strukturierte Arbeitszeiten, die sich meist gut mit dem Privatleben in Einklang bringen lassen.
Weiterhin besteht im Beruf die Möglichkeit, in engen Kontakt mit anderen Menschen zu treten und ihnen bei ihren gesundheitlichen Beschwerden zu helfen.
Gleichsam ist es wichtig, sich nicht vom Anblick der oftmals erkrankten und von Krankheiten gezeichneten Füße abschrecken zu lassen.

 

Welche Voraussetzungen müssen für die Umschulung erfüllt werden?

Der Beruf des Podologen ist für viele auch wegen seiner wenigen Voraussetzungen interessant. Neben der gesundheitlichen Eignung für die Arbeit gibt es keine besonderen Voraussetzungen. Die Mehrzahl der Bewerber verfügt über einen niedrigen Bildungsabschluss. Auch eine zuvor abgeschlossene Berufsausbildung befähigt zur Zulassung zur Umschulung.

 

Wie läuft die Umschulung ab?

Je nach Bundesland gibt es einen leicht unterschiedlichen Ablauf der Ausbildung zum Podologen. Typischerweise muss bei einer Ausbildung in Vollzeit eine Dauer von zwei Jahren angesetzt werden.
Der theoretische und praktische Unterricht findet in einer speziellen Fachschule statt und umfasst 2.000 Stunden.
Hinzu kommt die praktische Ausbildung, die direkt im Betrieb absolviert wird.
Sie besitzt einen Umfang von etwa 1.000 Stunden. Am Ende der Ausbildung steht die staatliche Abschlussprüfung samt Zertifizierung.

 

Kann ich die Umschulung auch berufsbegleitend in Teilzeit oder per Abendschule machen?

Wer die Ausbildung in Teilzeit absolvieren möchte, hat auch dazu die Möglichkeit. In Baden-Württemberg dauert die Umschulung dann höchstens vier Jahre. Die Dauer ist davon abhängig, wie viel Zeit pro Woche für die berufliche Neuorientierung frei gemacht werden kann.

 

Welche Inhalte erwarten mich bei der Umschulung?

Innerhalb der Ausbildungszeit von zwei bis vier Jahren gibt es eine Reihe von Inhalten, die gelehrt werden. Unverzichtbar für das Erreichen des Abschlusses sind:

  • Anatomie
  • Physiologie
  • Reha und Prävention
  • Spezialtechniken
  • Arzneimittellehre
  • Behandlungsverfahren

 

Diese Inhalte werden während der Ausbildung in Zwischenprüfungen geprüft. Werden diese bestanden, so erfolgt die Zulassung zur staatlichen Abschlussprüfung.

 

Tipps zur Bewerbung für die Umschulung

Für die Bewerbung ist es essentiell, dass sie einerseits die formalen Kriterien erfüllt. Außerdem sehen die Arbeitgeber gerne, dass die Berufswahl mehr als nur ein letzter Ausweg war und eine reale Motivation zur Ausübung der Tätigkeit besteht.
Dies können Bewerberinnen und Bewerber im Rahmen des Motivationsschreibens zum Ausdruck bringen.
Offenheit, Zuverlässigkeit und ein starkes medizinisches Interesse zählen zu den Eigenschaften, die besonders gefragt sind.

 

Wer bietet diese Umschulung an?

Für die Umschulung stehen einerseits verschiedene staatliche Einrichtungen zur Auswahl. Sie haben den Vorteil, dass sie kostenlos besucht werden können, was die Finanzierung der Umschulung erheblich erleichtert. Alternativ dazu gibt es in ganz Deutschland private Fachschulen, an denen die Umschulung absolviert werden kann. Hier wird allerdings eine Gebühr für das Absolvieren des Lehrgangs fällig.

 

Umschulung per Fernstudium – wie geht das?

Wer sich eher von einer theoretischen Ebene dem Berufsfeld annähern möchte, kann sich für ein passendes Fernstudium entscheiden. Dies bietet sogleich gute Voraussetzungen für den weiteren beruflichen Aufstieg in der Branche. Hierfür eignen sich verschiedene Studiengänge aus dem Bereich der Pflege und Medizin mit besonderem Fokus auf die Podologie. Abhängig von der Dauer des Fernstudiums bewegen sich die Kosten im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich.

 

Zum Podologe als Quereinsteiger – Tipps

Der Quereinstieg zum Podologe ist in Deutschland nur dann möglich, wenn in einem verwalten Beruf bereits Erfahrungen gesammelt wurden. Ist dies nicht der Fall, so führt der Weg in den Beruf nur über die entsprechende Umschulung.